zum Abschluss berichte ich nun noch von zwei ereignisreichen Tagen hier in Kathmandu.
Am Freitag, dem 27. Januar fand der Holocaust Gedenktag statt und zu diesem Anlass wurde im Hotel Vajra eine Ausstellung und das Theaterstueck "Das Tagebuch der Anne Fank" praesentiert. Allerdings nur als Gastvorstellung, es war keine Produktion meiner Tante.
Die Ausstellung war in unseren Augen nicht allzu schockierend, da wir in der Schule regelmaessig die Thematik des Holocaust behandelt und weitaus schlimmere Bilder aus den Konzentrationslagern gesehen hatten.
Das Theaterstueck war eine Schauspielerische Meisterleistung. Die Situation wurde sehr realistisch und ergreifend dargestellt. Und trotz der tieftraurigen Geschichte, die einem zum Schluss die Traenen in die Augen getrieben hat, wurde man wahrend des Stuecks gut unterhalten und mehrmals zum Lachen gebracht. Sehr gelungen.
Fuer Jonas und mich war es auch deshalb ein besonderer Tag, da viele Leute mit hohen Positionen zu diesem Event geladen waren. Botschafter aller Laender, Vertreter der United Nations und der EU, Politiker und Galleristen samt Sicherheitsleuten im Anzug und mit Knopf im Ohr.
Ein spannender Tag.
Ironischer und trauriger Weise unterschreibt Donald Trump rassistische Gesetze zum Einreiseverbot an einem Gedenktag, der uns daran erinnern soll aus Geschichte zu lernen und Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie und Intoleranz nicht zuzulassen.
Und zum Abschluss nun noch der Bericht ueber unseren Ausflug nach Bhaktapur einen Tag darauf.
Bhaktapur ist die kleinste Koenigsstaedte des Kathmanduthals und hat eine urig, traditionelle Atmosphaere. Im Gegensatz zum verkehrsbelasteten Kathmandu kann man hier in aller Ruhe durch die mit Backsteinen gepflasterten Gassen laufen, alte Tempelanlagen bewundern und den leckersten Joghurt der ganzen Welt essen.
Glueckspilze wie wir sind, waren wir genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Waehrend wir oben auf dem Nayatapola Tempel sassen und unseren Joghurt loeffelten, formierte sich unten auf dem Platz eine Tanzgruppe. Begleitet von einem Beatboxer, zeigten die Jungs abwechselnd ihr breakdancerisches Koennen. Salti, Handstaende, auf dem Kopf wirbeln und vieles mehr. Und wir durften das alles von oben bewundern.
Es folgte eine Einlage klassischen Tanzes (nepali versteht sich), bei der auch zwei Maedchen teilnahmen, bevor sie wieder mit Breakdance abschlossen. Was fuer ein Spektakel.
Erst als es schon dunkel geworden war, machten wir uns auf den Rueckweg nach Kathmandu. Ungluecklicherweise fuhren keine Busse mehr und eine Taxifahrt haette uns sehr viel gekostet. Doch erneut hatten wir grosses Glueck, denn wir wurden von einer sehr sympathischen Familie im Jeep zurueck nach Kathmandu genommen.
Nach einer Busfahrt und einem Fussmarsch kamen wir endlich im Hotel an. Nur leider war uns etwas flau im Magen. Ich musste mich noch am selben Abend uebergeben und Jonas musste am folgenden Tag oefter auf den Topf rennen.
Anscheinend ist uns das halbe Kilo Sahnejoghurt (JuJu Dhau) doch nict so gut bekommen.
Den folgenden Tag verbrachten wir also weitestgehend im Hotelzimmer. Mit Tee und Filmen laesst sich ein ueberstrapazierter Magen aber ganz gut aushalten.
Und nun neigt sich unsere Zeit in Kathmandu dem Ende zu.
Heute Abend werden wir uns voraussichtlich nocheinmal mit all unseren Freunden treffen, bevor es morgen heist: Koffer packen und auf nach Malaysia.
Auch wenn mir der Abschied sehr schwer faellt, freue ich mich auf dieses neue Abenteuer und das tropische Klima.
Wir melden uns wieder aus Malysia, bis dahin macht es gut ihr Lieben.
Sonam und Jonas









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