Hello again,
nach unseren gemischten Erfahrungen in Ban Lung wollten wir uns ein letztes Mal die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und fuhren deshalb am 02. April wieder an die Küste.
Nach einer langen Fahrt kamen wir Abends am Otres Beach an, um nach über zehn Vergleichen feststellen zu müssen, dass es flächendeckend überteuert ist und wir keine andere Wahl hatten als für 12 Dollar pro Nacht in einem etwas muffigen Bungalow zu schlafen.
Direkt am Strand gelegen, war es trotzdem schön am nächsten Morgen quasi direkt aus dem Bett ins blaue Meer zu laufen. Wir chillten den ganzen Tag und ich hatte leider leichte Rückenschmerzen, die am Abend immer schlimmer wurden. Ich hatte mich auf der langen Fahrt am Vortag wohl verspannt - so dachte ich.
Am nächsten Tag ging es auf zu einer Island Hopping Tour mit Schnorchelspaß und man muss sagen: Im Gegensatz zu Dschungeltrekks und Busfahrten, lohnt es sich unserer Erfahrung nach immer eine solche Tour zu buchen. Das Preis-Leistungs Verhältnis ist super und Enttäuschung oder Unzuverlässigkeit bleibt aus.
Morgens um neun wurden wir abgeholt und nach dem Frühstück in einem Restaurant (war inklusive) ging es mit dem Boot los zur ersten Schnorchel Station.
Am Rand einer Insel beobachteten wir 45 Minuten lang Fische, die in riesigen Korallenlandschaften umherschwammen.
Von dort ging es weiter an einen paradiesischen Sandstrand, wo im Meer und in der Sonne gabadet wurde und es Mittagessen gab, bevor wir zum Klippenspringen über gingen.
Von einem ca 7m hohen Felsen sprangen wir ins Meer und applaudierten alle zusammen für ein Mädchen, das sich von allen wohl am meisten überwinden musste sich in die Tiefe fallen zu lassen.
Als letzter Halt diente wieder ein Schnorchel Highlight mit Korallen in allen Farben, riesigen Seeigeln, Fischen, Krebsen und Muscheln.
Wirklich schade, dass wir keine Unterwasser Kamera hatten, um dieses Erlebnis festzuhalten und mit euch zu teilen.
Nachmittags kamen wir zufrieden von unserem Ausflug wieder und als Abendessen gönnten wir uns Pizza, um diesen schönen Tag abzurunden.
Dennoch waren uns zwei Tage an einem so touristischen Ort genug (wir sind nicht so begeistert davon in Hostels zu schlafen, die von Backpackern für Backpacker in einem anderen Land betrieben werden) und so zogen wir in die Innenstadt Sihanoukvilles um, um von dort unsere Weiterreise zu planen.
Wir buchten einen Bus nach Bangkok für den 07.04. und als uns heftige Regenschauer überraschten, als wir am Abend durch die Stadt liefen, suchten wir in einem chinesischen Restaurant Schutz, wo wir die interessanteste Suppe unseres Lebens als Abendbrot serviert bekamen.
Nicht nur, dass sie von kräftig grüner Farbe war und mit Eiweiß ein Yin Yang Zeichen formte, sondern dass sie ein unaufessbares Volumen von guten drei Litern umfasste, machte sie schon sehr speziell.
Jonas und ich aßen jeder so viel wir konnten, bestellten zwei mal Reis nach und schafften ungefähr zwei Drittel dieser Monstersuppe.
Am Abend des 6.04. wurden meine Schmerzen dann deutlich schlimmer und es kristallisierte sich heraus, dass es eher meine rechte Niere, als mein Rücken war, die so unglaublich schmerzte.
Die Busfahrt nach Bangkok am nächsten Tag hielt ich letztlich nur unter Einfluss einiger Schmerztabletten aus.
Als ich am Morgen des 8. nach einer ziemlich schlaflosen Nacht aufwachte, war klar, dass ich keine andere Wahl hatte als ins Krankenhaus zu fahren.
Nach Blut- und Urintest und anderen Untersuchungen war klar, dass ich tatsächlich eine Infektion in der rechten Niere hatte.
Mir wurden Schmerzmittel injiziert und noch am Antibiotika Tropf viel ich in einen schwitzigen aber tiefen Schlaf.
Die nächsten drei Tage war Bettruhe angesagt.
Am 11. musste ich für einen weiteren Check nochmal ins Krankenhaus, das übrigens einen super Standart hat! Wartezeit ist quasi ein Fremdwort, die Ärzte und Schwestern sind kompetent und freundlich, in der Mainhall spielt eine liveband mit Piano, Kontrabass und Viola und die Kantine bietet 1A Essen.
Ab dem 12. ging es mir endlich besser, ich hatte kein Fieber mehr und kaum Schmerzen, also machten Jonas und ich uns daran die Stadt zu erkunden.
Vorallem die zahlreichen Shoppingmalls wurden in den nächsten Tagen von uns genauestens unter die Lupe genommen und dem sehr sympathischen und professionellen Schneider und Designer Henry konnten wir ebenfalls nicht widerstehen.
Ein bisschen schade ist es schon, dass wir unseren Plan noch ein paar alte Tempelstädte wie Chiang Mai, Sukhothai oder Ayutthaya zu besuchen über den Haufen werfen mussten und stattdessen in unseren letzten Tagen nur das thaländische Neujahr (man schafft es dabei nicht durch die Stadt zu kommen, ohne von Wasserpistolen oder ganzen Eimern voller Eiswasser getroffen zu werden) und Fast and Furious 8 erlebt haben.
Trotzdem bin ich in erster Linie froh, gesund nach Deutschland zurück kehren zu können.
Für noch ein wenig Kultur zum Abschluss besichtigten wir an unserem vorletzten Tag noch den Grand Palace. Eine beeindruckend farbenfrohe und glitzernde Anlage ganz im thailändischen Stil.
Wir sind jedoch der Meinung, dass der wertvolle Jade Buddha in einer schlichteren Umgebung besser zur Geltung kommen würde.
So meine Lieben.. das war's erstmal von diesem Blog. Wir sitzen in zwischen am Flughafen auf dem Weg zurück nach Deutschland.
Wir freuen uns auf unsere Familien, unsere Freunde und unser Zuhause.
Viel haben wir erlebt, viel haben wir dazu gelernt.
In diesem Sinne - Danke, dass du diesen Blog so lange verfolgt hast.
Tschüss, bis zur nächsten Reise
Sonam und Jonas