Montag, 13. Februar 2017

Selamat Datang in Kuala Lumpur

Willkommen in Kuala Lumpur der Hauptstadt von Malaysia.
Der fünf stündigen Flug hätte angenehm sein können, da wir Fernsehebildschirme vor jedem Sitz hatten (woohoo), war er aber leider nicht, weil es Jonas richtig schlecht ging. Nicht nur seelisch, weil wir Kathmandu und unseren Freunden Lebewohl sagen mussten, sondern auch körperlich. Geplagt von Bauchkrämpfen, Übelkeit  und Durchfall musste er sich auf einen Sitz neben der Bordtoilette setzen.
Tja.. immer noch in Asien halt.
In zwischen ist er aber schon lange wieder gänzlich auf dem Damm.
Endlich, gegen 1 Uhr Ortszeit und bei ca. 30 Grad Celsius, landeten wir in Kuala Lumpur. Wir nahmen einen sauberen, stark klimatisierten Bus nach China Town, wo wir erst etwas suchen mussten, bis wir endlich unser Hostel fanden und ins Bett vielen.

Wir schliefen lange, wachten in einer schwülen Mittagshitze auf und machten uns auf den Weg die Stadt zu erkunden.
Zuerst suchten wir uns unseren Weg in den Schmetterlings-Park.
In einer schönen Anlage mit kleinen Wasserfällen, Fontänen, Teichen, vielen tropischen Pflanzen und sogar Aquarien schwirrten alle möglichen Arten von Schmetterlingen umher. Bunt und bis zu 15cm Flügelspanne.
Außerdem gab es ein Insektenmuseum mit ausgestellten Käfern, Spinnen, Schmetterlingen, Gottesanbeterinnen, Wanzen, Skorpionen uvm.  Sowohl als Präparate als auch lebendig.

Nach dem tropischen Garten verschlug es uns nach einem kurzen Fußmarsch in die kühlen Hallen des Islamischen Museums. Das moderne Gebäude mit der reich verzierten, bunten Zwiebelkuppel hatte einiges zu bieten.
Nachdem wir uns als Studenten ausgegeben und dadurch ein preiswerteres Ticket ergattert hatten, besichtigten wir das mehrstöckige Museum. Von Modellen  islamischer Bauwerke der ganzen Welt über Kleidung, Schmuck und Teppiche bis hin zu Töpferkunst und Malerei war alles zu sehen. Ein empfehlenswertes Museum.
Nach einem Nickerchen im Birdnest Hostel (das übrigens nicht nur viele reisende Menschen und Kunstwerke beherberg, sondern auch zwei Katzen und zwei Leguane) ging es nochmal auf die Straßen von China Town. Wir schlenderten über den nächtlichen Markt, kauften Früchte und eiskalte Sorbetsmoothies (die in zwischen unser täglicher Favorit in der Hitze sind).
An dieser Stelle noch ein interessanter Fakt:
Im Gegensatz zu Mangos, Ananas und vielen anderen Früchten, die in ihren Herkunftsländern um ein vielfaches besser schmecken als die Früchte, die man in Deutschland im Supermarkt kauft, schmecken Drachenfrüchte auch hierzulande nach... nichts.

Dritter Februar 2017
Nach dem Frühstück im Hostel (es gab eine Gemeinschaftsküche) nahmen wir den kostenlosen Bus in die Innenstadt. Kuala Lumpur hat dieses geniale System aus mehreren, ihre Kreise ziehenden und für alle kostenlosen Buslinien eingeführt, um den Verkehr in der Innenstadt zu reduzieren. So stiegen wir also in einen großen lila Bus ein und fuhren bis zum Pavilion. Dieses emense Einkaufszentrum beinhaltet gefühlt alle Marken und zwar nicht nur einmal. Ich habe allein drei Calvin Klein Läden zählen können (in Unterrubriken geteilt ck Jeans, ck Unterwäsche, ck wasweißich). krass.
Über eine Fußgängerbrücke sind wir direkt von der Mall ins KLCC (Kuala Lumpur City Center) gelaufen. Dort befindet sich der City Park, die Petronas Twin Towers, eine Unerwasserwelt usw.
An einem Stand konnte man "Durian-Eis" erwerben. Durian wird auch als die Königsfrucht bezeichnet.
Von Neugierde gepackt, bestellten wir zwei Kugeln. Formell fragte uns die Eisverkäuferin, ob wir dies jemals zuvor probiert hätten. Nein. "ok then you must try first" (ok dann müssen sie zuerst probieren). Wir haben uns gegen Durian-Eis entschieden und lieber Erdbeere genommen. Die Frucht schmeckt nach Käse.
Nun verstanden wir auch die Schilder in den öffentlichen Verkehrsmitteln, die es untersagen mit dieser Frucht zu reisen.
verrückte Dinge gibt es auf dieser Welt.

Von den berühmten Zwillingstürmen, in denen sich übrigens ein Einkaufszentrum (welch Überraschung), Büromeetinghalls, Restaurants etc. befinden, liefen wir zum KL TOWER.
Dieser ist höher als die Twintowers und bietet einen atemberaubenden Ausblick über die gesamte Stadt.
Wir zahlten den hohen Eintritt, um die oberste openair Platform mit den skyboxen besuchen zu dürfen und genossen die Aussicht von über 300m.


Am nächsten Tag schauten wir uns noch im "Kompleks Kraf" um, wo traditionelle malaysische Kunst ausgestellt sein sollte. Es war aber eher komerziell gestaltet und eigentlich nur ein großer Laden, der einfach traditionell malaysische Dinge für den dreifachen Preis verkaufte als die Produkte auf den Straßen zu finden sind.

Nach einem langen, sehr warmen Fußmarsch schauten wir uns noch den Orchideen- und Hibiskusgarten an. Sehr romantisch.
Wieder im Hostel angekommen, entschlossen wir uns spontan an unserem letzten Abend zusammen in eine Skybar zu gehen.
Wir suchten uns ein nicht ganz so exklusives Restaurant ohne Blick auf die Zwillingstürme, damit das ganze bezahlbar und ohne Reservierung möglich war.
Wir genossen ein vorzügliches italienisches Abendessen auf der Terasse eines Hochhauses. Man lebt ja nur einmal und wer weiß, wann wir wieder nach Kuala Lumpur kommen.
Danach streunten wir noch durch das nächtliche KLCC, sahen uns die erleuchteten Türme an und erfreuten uns daran, dass es 23 Uhr noch über 25 Grad warm war.
Leider erfuhren wir erst kurz nach Mitternacht, dass nach 0.00 Uhr keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fahren.
Ein Taxi wollten wir uns (besonders nach unserem Essen) aber nicht mehr leisten und so liefen wir halt die 4km zurück zum Hostel. Was solls.
Außerdem bekamen wir so nicht nur einen Einblick in das Glamouröse sondern auch einen Einblick in das Straßenleben der Stadt. Und ich meine damit die Menschen, die in der Stadt auf der Straße leben. Und das sind ganz schön viele. Sie liegen zusammen in Gruppen von ca. 15 Leuten vor überdachten Hauseingängen (der Citypark ist beispielsweise bewacht). Vielleicht ist es auch Klimabedingt, dass manche, anstatt sich eine Wohnung zu leisten, sich dafür entscheiden auf der Straße zu schlafen. Teilweise sehen die Menschen garnicht so arm aus. Ich habe eine normale, gepflegte Frau in Jeans und mit Handtasche auf dem Boden schlafen sehen.

Das war also unser letzter Abend in dieser beeindruckenden Stadt.
Uns kam es vor wie eine Reise in die Zukunft. Diese Megastadt, die uns sehr gut gefallen hat. Es tut gut nach Bangladesch, Indien und Nepal mal eine Stadt zu bereisen, in der es einen geregelten Straßenverkehr ohne Hupen, Smog, Tiere und Menschenmassen gibt. Außerdem hat es uns angetan, dass die Stadt trotz Moderne sehr viele Grünanlagen und Bäume hat.

Im nächsten Eintrag erzähle ich euch dann von unserem Trip in die Cameron Highlands und nach Penang.

Bis bald, macht es gut

Eure Sonam und Jonas


BUTTERFLY PARK:











Australia dem Museum islamischer Künste

Mall noch zum chinesischen Neujahr dekoriert
















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