Hallo meine Lieben,
Nach unserem Aufenthalt in der beeindruckenden Hauptstadt Malaysias wollten wir uns die Cameron Highlands ansehen. Diese liegen in Mittelmalaysia etwas im Inland.
Wir hatten ein Busticket vorab online gebucht. Allerdings unterschätzen wir den Weg zum Busterminal, das doch ein Stück weiter außerhalb von Sentral (malaysische Schreibweise für central) KL lag. Wir mussten mit der Bahn zu diesem Punkt fahren. Unser Bus fuhr 12 Uhr ab und wir erreichten das Terminal ca 12:10 Uhr. Pech gehabt.
Also buchten wir am Tiket Kaunter (malayische Schreibweise) das gleiche Ticket noch einmal für 13 Uhr. Wir setzten also 15 Euro in den Sand und fuhren am 05.02. aus dem Busterminal aus Kuala Lumpur, das einem kleinen Airport ähnelt, in Richtung Tanah Rata in den Cameron Highlands.
Die Higlands liegen etwas höher und bieten daher kühleres Klima. Deshalb sind sie ein beliebtes Ziel für Malysier, wie auch Reisende, die etwas Abkühlung von den bullenheißen Städten suchen. Wir kamen nachmittags an und es regnete. Nachdem wir eine Guesthouse gefunden hatten, kauften wir auf dem lokalen Markt Obst und Gemüse um uns unser eigenes Essen kochen zu lassen, was der Besitzerin unsrer Unterkunft nicht gefiel. Am nächsten Morgen brachen wir auf, um eine der vielzähligen Wanderrouten zu gehen. Eigentlich wollten wir einen Wasserfall besichtigen, den wir allerdings verfehlten oder der einfach keiner war als erwartet. Es ging dann auf und ab durch dichten Dschungel. Es war zwar schade, dass man nie einen Ausblick über die Landschaft hatte, weil der Wald überall so dicht wucherte, doch dadurch entstand wiederum auch eine verwunschene Atmosphäre.
Als wir zurück waren, besuchten wir noch einen kleinen verwilderten Garten.
Eigentlich wollten wir drei Nächte bleiben, aber uns überzeugte der Ort nicht wirklich. Deshalb fuhren wir bereits am nächsten Morgen mit einem Bus nach Georgetown auf Penang, einer großen Insel im Nordwesten Malaysias.
Georgetown schien sehr frequentiert von Backpackern, denn die Hostels in Chinatown waren alle so gut wie voll. Dank Sonams Verhandlungskünsten konnten wir bei einem Chinesen ein Doppelbettzimmer mit einem einfachen Frühstück von 30€ auf 13€ pro Nacht herunterhandeln, vorausgesetzt wir blieben vier Nächte. Danach genossen wir in einem italienischen Cafe direkt um die Ecke ein kleines Menü aus einem Salat, wirklich guter Pasta und einem Eis als Nachtisch. Abends besichtigten wir das Fort, was eigentlich nur noch der Grundriss einer Verteidigungsanlage darstellte, auf denen ein paar Kanonen herumstanden.
Am nächsten Tag liefen wir zu den Jettys. Dies sind Wohnhäuser, die auf Stelzen in die Häfen der Stadt gebaut sind und sie gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. Warum, war uns nicht ganz schlüssig. Ich meine sie sind ganz nett und man kann sie sich Mal anschauen. Aber so bezaubernd fand ich die Bretterbuden, die auf Stelzen ins Meer gebaut sind, nicht. Zudem trifft man dort auf die typischen Touristenshops, in denen viel Krimskrams überteuert verkauft wird.
Auf der anderen Seite findet man in Georgetown aber auch wirklich beeindruckend verzierte Tempel verschiedener Religionen, in die es sich lohnt, einen Blick zu werfen.
Außerdem ist Gerorgtown für seine Streetart (Straßenkunst) bekannt, die man immer wieder in den Straßen entdecken kann.
Wir liefen dann ins Zentrum zu einer Mall, in der wir ein Sushi Restaurant fanden. Es war zugegeben, das erste Mal, dass ich Sushi aß und mit Essstäbchen hantierte. Ich war wirklich begeistert. Sonam meinte, dass man für die Menge, die wir uns da für 8 Euro gönnten, in Deutschland locker mit 50 dabei wären.
Am Nachmittag fuhren wir dann noch zum botanischen Garten. Er glich einer großen Parkanlage, die bis an den Fuß der Hügel von Penag angelegt war und in einen Wald überging. Wir konnten ein paar Schildkröten entdecken, die in einem Waldteich vor sich hin dümpelten, eine große Echse beobachten, die rasch auf einem Baum verschwand und sahen die außergewöhnlichen, schwarzen Affen mit der hellen Brillenmusterung um die Augen.
Am Ende kühlten wir unsere Füße in einem Bachlauf ab, der den Garten durchzog, bevor wir zu einem weiteren Wasserfall aufbrachen und etliche Stufen in den Wald hinauf stiegen um völlig verschwitzt festzustellen, dass man den Wasserfall nur hören, aber nicht sehen kann.
Viele der Bewohner Georgetowns nutzen den Rundweg durch den Garten fürs Joggen. Der Weg zum botanischen Garten war gesäumt von indischen Ständen, da ein indischer Festtag gefeiert wurde. Wenn man allerdings aus Indien kommt, enttäuscht es einen eher, da zum Beispiel die typischen indischen Süßigkeiten mit den lokal Indischen nicht vergleichbar sind.
Den kommenden kommenden Tag verbrachten wir eher ruhig, waren aber direkt noch einmal sushi essen. Am Abend chillten wir auf einer Mauer auf dem Gelände eines ziemlich teuer aussenden Hotels mit dem Blick aufs Meer und tranken ein Dosenbier.
An unserem letzten Tag in Georgetown besichtigten wir zwei große sich gegenüber stehende buddhistische Tempel, in denen jeweils eine riesige goldene Buddhastatute stand bzw
lag. Die liegende der Statuen war etwas kitschig, allerdings waren in ihrem riesigen Sockel sehr schöne Bilder ausgestellt, die aber eine Restauration nötig gehabt hätten. Den Eingang dieses Tempels, der eher ein riesiges Haus bzw eine Halle war, säumten mehrere Drachen, deren Schuppen aus Glasscherben bestanden und die zauberhaft in der Sonne funkelten.
Am 11.Februar fuhren wir mit einem normalen Linienbus nach Batu Ferringhi, einen Ort im Norden der Insel, der eine zwei Kilometer lange Küstenlinie hatte. Dort fanden wir ein Guesthouse mit einem Balkon mit Blick aufs Meer. Ich ging das erste Mal auf dieser Reise baden und machte direkt Bekanntschaft mit einer Feuerqualle. Mit brennendem Schienbein ging es danach in den Tropical Spice Garden.
Dort konnte man auf einem Rundweg, durch, man kann sagen, geordneten Dschungel, alle möglichen Pflanzen und Gewürze sehen. Dazu erfuhr man zu jeder Art eine Fülle an Informationen über einen Audioguide. Ein wirklich interessantes und lehrreiches Erlebnis diesen riesigen Dschungel-Garten zu durchwandern.
Ein verrückter Zufall war es, auf der Insel auf einen Deutschen zu treffen, der zuvor mit uns in Nepal im Hotel Vajra auf einem Gang gewohnt hatte.
Ganz im Osten der Insel liegt der Penang Nationalpark. Man kann über eine kleinen Wanderweg entweder zum Monkey- oder zum Turtle Beach laufen.
Wir entschieden uns für den Turtle Beach. Nach etwa einer Stunde Marsch durch Wald kamen wir an. Auf unserem Weg durch den Urwald sahen wir ein paar schöne Schmetterlinge.
Der Strand ist leer unbebaut und dem entsprechend wunderschön. Wir gingen nicht schwimmen, da vor Quallen gewarnt wurde und ich von denen erst einmal genug hatte. Man hätte ein Boot zurück nehmen können. Doch wir fanden nicht genug Leute, dass der Preis für uns vernünftig gewesen wäre. Deshalb liefen wir den Weg zurück.
Wir gingen am Abend ein letztes Mal essen und packten unsere Sachen.
Wir hatten nach langem Suchen auf Langkawi ein Workaway Projekt gefunden.
Statt die Fähre direkt nach Langkawi für 70 Ringit (ca 15€) zu nehmen, fuhren wir mit der Pendelfähre kostenlos aufs Festland nach Butterworth und nahmen von dort eine Bus die Küste entlang für 12 Ringit nach Kuala Perlis. Von dort kostete die Fähre nach Langkawi nur 23 Ringit und so konnten wir 35 Ringit, also gut 8 Euro sparen. Das scheint nicht viel, ist aber eine gute Übernachtung.
Wir kamen am späten Nachmittag des 14.02. auf Langkawi an.
Über unseren Aufenthalt dort und unser Workaway Projekt erfahrt ihr in unserem nächsten Blogpost.
Liebe Grüße
Jonas und Sonam
Diesmal (fast ausschließlich) verfasst von Jonas.
P.S. Leider können wir keine Bildtitel hinzufügen. Schaut auf einigen der Bilder genauer hin (;
Ich habe versucht sie chronologisch zu ordnen.
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