Montag, 17. April 2017

Silk Farm

Hallo ihr Lieben,
nun noch ein kurzer Eintrag über unsere letzten zwei Tage in der Hauptstadt, allem voran der Besuch der Mekong Insel, die für ihre Seiden Farms bekannt ist.
Mit unserem immer lächelnden TukTukfahrer fuhren wir zur Fähre, die uns auf die Insel bringen sollte.
Drüben angekommen durften wir zusehen, wie ein handbedienter Webstuhl funktioniert und die Seidenschals gewebt werden.
Man könnte diesen Mechanismus zwar automatisieren, jedoch kann sich niemand eine solche Maschine leisten und so hat fast jeder Haushalt auf dieser Insel einen Webstuhl, an dem (fast immer) die Frauen sitzen und von Hand weben.

Danach ging es zur Farm, wo die Seide gewonnen wird. Ich persönlich wusste nie genau wie der Seidenfaden entsteht und fand diese Besichtigung höchst lehrreich und interessant.

Die frisch geschlüpften Raupen der Seidenspinner werden auf Maulbärbaumblätter gesetzt, nach einigen Tagen auf frische Blätter umsortiert und dann auf ein Astbündel platziert, wo sie sich in ihren Kokon einspinnen.
Einige Falter lässt man Schlüpfen und tausende von Eiern auf Zeitungspapier ablegen, aus denen neue Raupen schlüpfen, die wiederum mit den Blättern des Maulbärbaums gefüttert werden.
Die meisten der Falter kommen jedoch nie aus ihrem Kokon sondern werden direkt in Kochendes Wasser geworfen. Dadurch lösen sich die feinen Fäden, die über eine Rolle abgewickelt werden und den Seidenfaden entstehen lassen.
Die kambodschanische Seide ist von natur aus übrigens hellgelb im Vergleich zur weißen chinesischen Seide.

Als wir von der Insel zurück waren, besichtigten wir noch den Tempel Wat Phnom und entspannten in seiner Parkanlage.

An unserem letzten Tag erkundeten wir zu Fuß nocheinmal die Stadt, die in den Reiseführern gerne "die Perle Asiens" genannt wird, was sich uns allerdings nicht ganz erschloss.

Am nächsten Tag sollte es dann in den Norden Kambodschas in die Ratnakiri Provinz weiter gehen.

Viele liebe Grüße

Sonam und Jonas

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