Hallo ihr Lieben,
leider hängen wir mit unseren Blogeinträgen ganz schön zurück. Die Zeit vergeht einfach wie im Flug und in zwischen ist schon so viel passiert. Darum setzte ich mich nun endlich mal daran euch auf den neusten Stand zu bringen.
Dafür machen wir einen Sprung zurück zum 15. Februar.
Wir waren frisch auf Langkawi angekommen und unser erster ereignisreicher Tag stand uns bevor. Wir hatten eine Island hopping tour (Insel Tour) gebucht. Mit einem mini Bus wurden wir vor unserem Guesthouse abgeholt und zum Hafen gefahren. Dort gingen wir an Bord eines Speedbotes. Und ab ging die Post!
Es war wie eine Fahrt mit der Achterbahn. In einer irren Geschwindigkeit düsten wir über das turkis blaue Meer zwischen den zahlreichen Inseln hindurch. Wir hopsten bei jeder Welle, kreischten und bleiben dabei nicht gerade trocken. Zum Glück hatten wir unsere Handys in einen wasserdichten Beutel gepackt und alle Passagiere hatten einen starken Magen.
Der erste Stop wurde auf einer Insel mit einem Kratersee gemacht. Auf einem großen Steg machten wir Pause, unterhielten uns mit zwei netten Schwedinnen und gingen im großen Süßwasser See baden.
Nach einer Stunde ging es dann mit einem Affenzahn weiter. Der Bootsführer fuhr zu einer Bucht, tat etwas ins Wasser und an die 30 Seekopfadler kamen herabgestürzt und griffen nach dem Futter. Die Kamera holten wir etwas zu spät heraus, um diese Bilder mit euch teilen zu können. Doch es war beeindruckend anzusehen. Zu guter Letzt ging es an einen Paradiesstrand mit weißem Sand, Muscheln und super klarem Wasser.
Diese Tour hat unglaublichen Spaß gemacht und uns gerademal 8€ pro Person gekostet.
Tags darauf sollte es schon weiter gehen mit den Inselerlebnissen. Langkawi besitzt ein Cablecar, das einen über den Dschungel auf einen Berg befördert, wo sich eine riesige Skybridge befindet, von der man einen atemberaubenden Ausblick hat.
Extra früh am Morgen mieteten wir einen Roller (auf der Insel fahren keine Busse und die Taxipreise sind kaum bezahlbar) und machten uns auf den Weg. Leider war die Gondelseilbahn wegen Windes gesperrt. Also fuhren wir doch zuerst ein Stück weiter, um uns die "seven wells" (sieben Quellen) anzusehen. Nach einem kurzen Aufstieg auf einen Berg, gelangten wir zu dem Ort.
Für mich war es absolut ein Highlight! Auf natürliche Weise hat Wasser hier mehrere runde Pools in den Fels geformt. Diese tiefen Wasserbecken sind miteinander verbunden und alle mit glasklarem, kalten Quellwasser gefüllt. Durch Algen sind die Steine Glitschig und man kann sogar von einem ins nächste Becken rutschen. Eine natürliche Wasserrutsche. Vom letzten Becken geht der Wasserstrom in einen Wasserfall über. Absolut fantastisch!
Dort und weiter unten am Wasserfall verbrachten wir eine Weile, bis wir erneut zum Cablecar fuhren.
Nun war es geöffnet und wir konnten in eine der Gondeln steigen (dieser Spaß hat uns übrigens 55€ pro Person gekostet). Doch die Fahrt hoch über den Baumwipfeln in einer verglasten Gondel war es wert. Wir haben den Wasserfall von oben betrachtet und sogar einen großen, bunten Tukan unter uns fliegen sehen.
Der Ausbkick von der Platform und der Skybridge war unfassbar schön. Ein sehr beeindruckendes Bauwerk, das nur mittels Hubschrauber dort erbaut werden konnte. Befestigt lediglich auf zwei Bergkuppen und durch einen riesigen Pfeiler in der Mitte. Hinauf kommt man nur mit den Gondeln des Cablecars und der Regenwald wurde und wird dadurch kaum beschädigt.
Inbegriffen in unser Ticket war außerdem der Besuch einer 3D Kunstausstellung und ein paar weiteren Attraktionen im Park bei dem Cablecar. Darauf hätten wir zwar gut auch verzichten können aber so haben wir es uns einmal angeschaut.
Abends ging es mit dem Scooter zurück und noch auf einen nightmarket (Nachtmarkt), wo es Köstlichkeiten aller Art zu kaufen gab. Essensstände über Essensstände mit den exotischsten Gerichten.
Am nächsten Tag, dem 17 Februar, ging es dann zu unserem Workaway Projekt. Wir erreichten das Grundstück am Mittag und lernten Lloyd unseren "Boss" kennen.
Ein sehr netter Südafrikaner, dessen Business es ist Bungalows zu vermieten. Dies waren auf Stelzen stehende Holzhütten in traditionell malaysischem Stil.
Unsere Aufgabe war es nun bei check outs die Zimmer zu putzen, die Betten frisch zu beziehen und für die nächsten Gäste vorzubereiten. Ich war größten Teils für das Kochen (es waren fast immer Süßkartoffeln dabei) und Wäsche waschen zuständig.
Auf diesem großen Anwesen, das übrigens auch einige Kühe, Hunde und Katzen beherbergte, vergingen die nächsten zwei Wochen wie im Flug. Lloyd war ein sehr netter Gastgeber, wir durften uns unere Arbeit selbst einteilen und wenn alles getan war, hatten wir nur 5 Minuten Fußweg zu einem paradiesischen Strand. Wir hatten unser eigenes Bungalow mit Bad, Klimaanlage, WLAN und allem was man braucht.
Raquel, eine Spanierin hat ebenfalls freiwillig dort gearbeitet. Mit ihr haben wir uns sehr gut verstanden, haben auf ihrem Laptop Film geschaut, sind Abends zusammen an den Strand und sogar einmal feiern gegangen.
Jonas war für einige körperliche Arbeiten zuständig. Leider musste einer der Hunde eingeschläfert werden und ein Grab ausgehoben werden. Außerdem kamen Kontainer, die im Zukunft als dormitories (Schlafsäle) dienen sollten. Streicharbeiten waren fällig. Ihr seht: wir hatten wir also immer etwas zu tun.
Mein 19. Geburtstag am 24. Februar verlief eher ruhig. Jonas und ich hatten einen schönen Tag am Strand und sind zusammen Pizza essen gegangen. Abends wurde unser Plan am Strand Cocktails zu trinken leider dadurch vereitelt, dass ich krank wurde. Eine heftige Erkältung nahm mich fast zwei Tage aus dem Rennen.
Am 04. März haben wir dann unsere Rucksäcke gepackt und sind weiter gezogen. Mit der Fähre setzten wir nach Thailand über.
Darüber Berichte ich in unserem nächsten Eintrag (:
Viele liebe Grüße
Sonam und Jonas
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