Heyho da draußen,
sobald wir in Thailand eingereist waren, machten wir uns auf den Weg zum Touristenort Krabi, der Sonne, Stand und Meer versprach.
Nachdem wir unsere Sachen im guesthouse abgelegt hatten, fuhren wir am späten Nachmittag zum Ao Nang Beach, wo es von Bars, Einkaufsläden und Touristen nur so wimmelte. Wir schlenderten an der Promenade entlang und kauften uns Taucherbrille und Schnorchel. Anschließend ging es noch zu einem nightmarket. Auf diesen Märkten muss ich mich jedesmal stark zurück halten nicht von jedem zweiten Stand etwas zu kaufen. Von Klamotten über Armbänder jeder Form und Farbe, Fruchtshakes und Scorpion Snacks (jap ihr habt richtig gelesen, nicht selten werden aufgespießte Scorpione, Heuschrecken oder Schlangen zu essen angeboten) gibt es dort alles zu kaufen.
05. März 2017
Nach dem Frühstück ging es mit dem Boot auf eine Insel zum berühmten Railey Beach. Auf den Werbebildern waren die zahlreichen Boote in der Bucht natürlich nicht abgebildet, jedoch tat dies der Schönheit nur wenig ab. Im klaren, türkis blauen Meer gingen wir schwimmen und sonnten uns am Strand, bevor wir uns auf den Weg zur Lagoone machten.
Mithilfe von Seilen mussten wir einen steilen Abhang hoch klettern und gelangten zuerst zu einem wunderschönen Aussichtspunkt. Dann ging es wieder (teilweise über Bambusleitern) abwärts, bis wir die Lagoone erreichten. Diese war allerdings eher enttäuschend.
Vielleicht lag es daran, dass wir uns am Ende der Trockenzeit befinden aber sie führte kaum Wasser. Man konnte nicht darin baden gehen und rundherum war sie von dickem, roten Schlamm umgeben, weswegen wir uns schon nach kurzer Zeit wieder auf den Rückweg machten.
Zum Schluss besuchten wir noch einen Strand an dessen Rand die Felsen über das Wasser hingen. Dort schnorchelten wir herum, blieben aber nicht allzu lange, denn es war ziemlich überfüllt.
Am folgenden Tag ging es bereits weiter, denn wir wollten meinen Onkel und seine Frau auf Koh Payam besuchen. Nach Bus- und Fährfahrt kamen wir an.
Beim gemeinsamen Abendessen bekam ich von meinem Onkel verkündet, dass ich als nachträgliches Geburtstagsgeschenk eine Woche Bungalow und Scooter spendiert bekomme!!! :D Das war ein super Geschenk!
Die folgenden sieben Tage verbrachten Jonas und ich also auf der Insel. Wir konnten jeden Tag essen gehen ohne allzusehr aufs Geld achten zu müssen, erkundeten die Insel, gingen schwimmen und hatten eine schöne Zeit.
Am 09.03. besuchten wir Vormittags das Gipsyvillage. Dort bemüht sich eine NGO und Freiwillige die Seagipsies (Seezigeuner) sesshaft zu machen und ihnen eine Staatsangehörigkeit zu erteilen, da sie Staatenlose sind. Man bringt ihnen Thai und Englisch bei, hilft ihnen ein Geschäft aufzubauen und mit Geld umzugehen. Beispielsweise verkaufte mein Onkel ihnen ein Motorboot, damit sie Toutistenturen um die Insel anbieten können oder sie knüpfen Armbänder um diese zu verkaufen.
Zum einen hat dieses Projekt den Vorteil, dass sie von den Einheimischen weniger diskriminiert und abgezogen werden können,
anderer Seits bindet man sie an das heutige globale System, zerstört damit ihre Kultur und nimmt ihnen ihre Freiheit.
Auf jeden Fall war es sehr interessant dieses urige Volk zu besuchen, an einer Englisch Stunde teilzunehmen und zu sehen wie sie leben. Um zu ihrem Dorf zu gelangen, mussten wir uns übrigens auf einem Floß an einem Seil übers Wasser ziehen.
Die letzten zwei Tage fuhren wir mit dem Kajak zur Nachbarinsel Koh Tao. Diese Insel beherbergte früher ebenfalls ein Resort, dessen Bungalows jetzt aber leer stehen. Die Insel ist sehr klein und verlassen. Es hat Spaß gemacht sie zu erkunden und am Strand (den wir ganz für uns allein hatten) zu schnorcheln, Shivaaugen zu sammeln und sich zu sonnen.
Das interessanteste, was wir unter den vielen schimmernden Fischen entdeckt haben, war übrigens ein großer (ca 40x25x25 cm), quaderförmiger und gefleckter Fisch.
Beim Versuch die Insel zu umrunden sind wir leider gescheitert. Wir kletterten über den roten Vulkanstein und erfreuten uns an den vielen Becken, die gefüllt waren mit Muscheln, Krebsen und Fischen aller art. Als die Felswände aber steiler wurden, mussten wir an der dritten Felsspalte umkehren, um die wir nicht mehr herumklettern konnten.
Am 13. mussten wir dann schweren Herzens Abschied nehmen und machten uns mit dem Nachtbus auf den Weg nach Bangkok, um von dort direkt weiter nach Chantaburi zu fahren. Dieser Ort, der berühmt ist für seinen Diamantenhandel, sollte unser letzter Zwischenstopp vor Kambodscha werden.
Wir haben in Malaysia und Thailand zwar eine schöne Zeit verbracht, allerdings fehlte uns in diesen Ländern etwas. Die anderen Reisenden waren eher Urlauber als Reisende. Der Lebensstandard war zwar höher, dadurch aber auch teurer und die Einheimischen an Tourismus gewohnt und angepasst. Es hat uns ein wenig das "flair" gefehlt. Deswegen wollten wir so schnell wie möglich nach Kambodscha, wo wir uns mehr Kultur, flair, Freundlichkeit und niedrigere Preise erhofften.
In Chantaburi angekommen, checkten wir in ein Guesthouse für drei Nächte ein und gingen die Stadt erkunden. Wir besichtigten die Kirche und ein paar Tempel und gingen anschließend früh ins Bett.
Am nächsten Morgen gestaltete sich die Frühstückssuche als schwierig. In den frühen Morgenstunden hatten noch keine westlichen Cafés geöffnet und wir liefen durch die halbe Stadt auf der Suche nach etwas anderem als Fischsuppe als Start in den Tag.
Dürftig wurden wir fündig.
Danach mieteten wir uns einen Roller (diesmal mit Gangschaltung wohoo - war ein ganz neuer) und fuhren in einen kleinen Nationalpark.
Dort machten wir eine kleine Wanderung und gingen mit hunderten Fischen in einem Bachlauf schwimmen.
Da es sonst nicht viel zu entdecken gab, wollten wir bereits am nächsten Tag an die Grenze.
Wir stritten uns mit dem Hostelrezeptionist, bekamen die letzte Nacht jedoch nicht zurück gezahlt. Das war sehr frustrierend.
So machten wir uns am 16.03.2017 auf den Weg ins nächste Land, auf das wir uns sehr freuten. Kambodscha mit seiner dunklen Geschichte, vielfältigen Landschaft, netten Leuten und dem König aller Tempelanlagen - Ankor Wat.
Freut euch auf die nächsten Einträge (;
Sonam und Jonas
P.S. Da Jonas und ich uns mit dem Schreiben abwechseln, steht der Name des Verfassers jetzt immer an erster Stelle, damit ihr wisst von wem der Eintrag ist... obwohl das durch den Schreibstil kaum zu verkennen ist.
Orthographie und Grammatik werden allerdings immer von mir korrigiert :D
P.P.S. Wir wissen leider immernoch nicht, wie man in der Blogger App Bildunterschriften einfügt sorry :/
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